FAQ

FAQ - Häufig gestellte Fragen


Wie kann das Projekt VIA-Job Ihnen konkret helfen, Arbeitnehmer zu werden?

Das multiprofessionelles VIA-Job Team begleitet den Teilnehmer ganzheitlich durch:

  1. Bedarfsgerechte Unterstützung, Hilfe zur Selbsthilfe
  2. Sozialpädagogische und psychologische Begleitung
  3. Kompetenzerweiterung durch fachliche Anleitung
  4. Aktive Ansprache von Unternehmen durch einen erfahrenen Jobcoach
  5. Unterstützung/ Begleitung bei betrieblicher Erprobung

Die individuelle Teilnahmedauer beträgt 6 Monate – Verlängerung auf 9 Monate ist nach Absprache möglich. Die wöchentliche Anwesenheitszeit von 25 Stunden findet im zeitlichen Rahmen 08:00 Uhr bis 13:30 Uhr statt.

VIA Job verfolgt bezüglich der Teilnehmer folgende Ziele: Integration in Arbeit sowie Stärkung bzw. Aufbau der Personal- und Sozialkompetenz.

Neben Recherche und Bewerbungsaktivitäten erweitern und vertiefen die Teilnehmer im Projektalltag ihre Fähigkeiten zum Beispiel in den Bereichen Holz & Metall sowie Hauswirtschaft. VIA-Job hat betriebsähnliche Strukturen durch die Bildung von drei Abteilungen: Organisation, Praxis, Information. Die schwerbehinderten Menschen der VIA-Job sind in diesen verschiedenen Abteilungen tätig. Die Arbeit in VIA-Job erfolgt in der Gruppe und ganz individuell.

Des weiteren haben Sie die Möglichkeit mithilfe der Jobbörse der Agentur für Arbeit und andere Jobbörsen offene Arbeitsstellen zu finden und umgehend notwendige Bewerbungsunterlagen gern mit unserer Hilfe zu erstellen.

Zur Agentur für Arbeit


Wie komme ich in dieses Projekt?

Bei Interesse an der Teilnahme in diesem Projekt meldet sich der schwerbehinderte Arbeitssuchende bei seinem Arbeitsvermittler und bekundet dies. Danach entsteht der Erstkontakt zwischen Teilnehmer und der FAW im Übergabegespräch mit dem jeweiligen Arbeitsvermittler der Agentur für Arbeit bzw. Jobcenter und einem FAW-Mitarbeiter. Dann erfolgt der Eintritt in das Projekt.


Wie lange kann ich in VIA-Job bleiben?

Die individuelle Teilnahmedauer beträgt 6 Monate – Verlängerung auf 12 Monate ist nach Absprache möglich.


Wie sieht die Präsenszeit in diesem Projekt aus?

Die wöchentliche Anwesenheitszeit von 25 Stunden findet im zeitlichen Rahmen 08:00 Uhr bis 13:30 Uhr statt.


Was hat die Teilnehmenden dazu bewegt, in VIA-Job einzutreten?

Aus der Sicht behinderter arbeitssuchender Menschen

„etwas zu lernen. Einen geregelten Tagesablauf zu haben, andere Leute zu sehen“
„Hilfe bei der Jobsuche. Psychologische Hilfe“
„Ich wollte das Netzwerk der FAW nutzen, um mein eigenes zu ergänzen (verdeckter Arbeitsmarkt). Ein neutrales Feedback erhalten zu meinen Unterlagen und meinen vorbereitenden Tätigkeiten zu Vorstellungsgesprächen. Tipps erhalten für eine bessere Führung von Vorstellungsgesprächen (Fachlich war und bin ich gut, es gelang mir nicht immer mein gegenüber zu „packen“, von mir zu überzeugen.)“
„die gute Vorstellung durch die FAW und Arbeitsamt“
„Arbeitsamt“
„Hilfe bei Jobsuche“
„Die Möglichkeit in einem Pilot-Projekt mitzuarbeiten und einen Beitrag zu leisten.“
„Jobcenter Weimar und Mitarbeiterin von VIA Job“


Welche Unterstützung fanden die Teilnehmenden während dem Projekt VIA-Job hilfreich?

Aus der Sicht behinderter arbeitssuchender Menschen

„psychologische Unterstützung“
„individuelle Betreuung. In guten Gesprächen konnten Probleme herausgearbeitet und Lösungen entwickelt werden“
„kurze Wege, viele Ansprechpartner“
„man wurde bei der Jobsuche unterstützt“
„Kommunikationstraining“
„Anregung/ Überarbeitung der Bewerbungsunterlagen. Psychologische Unterstützung“
„Die Unterstützung der Mitarbeiter bei Jobsuche“
“Wenn ein Vorstellungsgespräch z.B. bevorsteht, hat man die Möglichkeit, mit Personal vom Fach alles zu üben und Sicherheiten aufzubauen.“

Behinderung * Arbeit * Inklusion - „Behindert sein – behindert werden“

Was bedeutet für Sie Inklusion?

Aus der Sicht behinderter arbeitssuchender Menschen

„Die Eingliederung aller Menschen mit ihren individuellen Besonderheiten („behinderte“, Migranten) in eine Gesellschaft. Vermeidung von Parallelgesellschaften“

„Gleichbehandlung und Miteinbeziehung von Schwerbehinderten im Alltag“

„Zugehörigkeit“

„Mit den Herausforderungen zurecht zu kommen. Kompromisse eingehen“

„Menschen mit Behinderungen die selbstbestimmt am gesellschaftlich Leben teilnehmen“ 

„nicht so viel Rücksicht auf Schwerbehinderte nehmen. „Ich hasse die Mitleidstour“. Möchte gleichgestellt mit Gesunden sein."   

„Das man als behinderter Mensch mit in den normalen (auch Berufsalltag) so gut wie möglich einbezogen wird."      

„Einbeziehung behinderter in die Gesellschaft"  

„Egal, welches Handicap man hat, jeder gehört dazu. Egal welche Situationen im Leben, jeder gehört eingebunden. Leider ist das in der Realität oft anders."     

„Das man Menschen mit Behinderung um eingiges besser integrieren soll da diese ich sehr gute Leistungen bringen können."  

„Gleichstellung für Menschen mit einem Handicap."          

„Inklusion im Schulsystem: sehe ich kritisch, weil meines Erachtens nach Behinderte im normalen Schulsystem untergehen oder auch gehänselt werden und beim Totsparen des Schulsystem nicht machbar ist."


Aus der Sicht potentieller Arbeitgeber/ Institutionen

„Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für Menschen mit Behinderungen über Arbeit, Vereine, Ehrenamt“

„Inklusion bedeutet für mich, die Einbeziehung aller in bestehende Strukturen/ Abläufe entsprechend der individuellen Fähigkeiten. Dabei wird nicht unterschieden, wer eine Behinderung hat oder nicht, sondern alle sind gleich.“

„Integration/ Zugehörigkeit behinderter Menschen in alle Bereiche der Gesellschaft
Es ist egal, welchen Mitarbeiter mit welchen Einschränkungen ich anstelle, wichtig ist die Stärken herauszufinden, so dass er/ Sie seine/ Ihre Aufgaben erfüllen kann und damit das Unternehmen stärkt.“

„Die Vielfalt unserer Gesellschaft leben und gemeinsam für verschiedene Interessen einstehen."

„Wenn jeder Mensch überall dabei sein kann, beim Wohnen, am Arbeitsplatz, in der Freizeit. Jeder Mensch sollte so akzeptiert werden, wie sie oder er ist."



Gehen Sie offen mit Ihrer Behinderung im Bewerbungsprozess (u.a. Anschreiben, Vorstellungsgespräch) um? Wenn nein, warum nicht?

Aus der Sicht behinderter arbeitssuchender Menschen

„ja, Beschiede liegen den Bewerbungsunterlagen bei/ im Anschrieben wird auch darauf hingewiesen. Meines Wissens nach ist man sogar verpflichtet dies anzugeben, so weit es für die Arbeitsstelle relevant ist. Ein Teil meiner „Behinderung“ ist so offensichtlich, da ist eine „Verschleierung“ kaum möglich.“

„in Anschreiben/ Vorstellungsgespräch nicht, aus Furcht das mich der Arbeitgeber nicht nimmt“

„weise darauf hin, das ich bestimmte Tätigkeiten nicht oder nicht auf Dauer ausüben kann.“

„ja, vermeidet unnötige Gespräche/ Termine. So weiß ich im Vorfeld welcher Arbeitgeber hier offen ist.“

„ja“
„teilweise, keine Erfahrungen"

„Ja, habe immer in persönlichen Gesprächen direkt darauf angesprochen, schriftlich nicht"

„Ich lasse es im Anschreiben mit einfließen und erzähle bei Anfrage genaueres"

„Ich hatte es in meiner Bewerbung stehen, habe es aber wieder rausgenommen, weil ich es mir leid war, nur wegen der Behindertenquote eingeladen zu werden."

„offen und ehrlich"


Was wünschen Sie sich von Ihrem zukünftigen Arbeitgeber in Bezug auf Ihre Behinderung?

Aus der Sicht behinderter arbeitssuchender Menschen

„Die „Behinderung“ als „Andersartigkeit“ zu verstehen. Mir einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen, damit die „Behinderung“ mich in meiner Arbeit nicht tangiert und ich meine 100% abrufen kann. Mich nur an meiner Leistung zu messen.“

„Rücksichtnahme“

„Akzeptierung der körperlichen Einschränkungen“

„Akzeptanz“

„gleich gestellt zu werden, wie Mitarbeiter ohne Behinderung“

„Mehr Erfahrung im allgemeinen Umgang mit Menschen mit Behinderung"

„Verständnis"

„Das derArbeitgeber so locker mit meiner Behindungerung umgehen, wie ich."

    Stand August 2018

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