Vorteile für Arbeitgeber

Vorteile für Arbeitgeber


Welche Vorteile gibt es, einen schwerbehinderten Menschen einzustellen?

Schwerbehinderte Menschen verfügen über besondere Fähigkeiten, die in Unternehmen gewinnbringend eingesetzt werden können. Diese Potenziale können genutzt werden. Viele schwerbehinderte Menschen bringen u.a. eine hohe Problemlösefähigkeit, Loyalität sowie Motivation mit.

Problemlösefähigkeit: Menschen mit starken körperlichen Einschränkungen verfügen über eine hohe Problemlösefähigkeit, die sie in der Fortbewegung erworben haben. So müssen Rollstuhlfahrer Hindernisse umfahren, längere Wege in Kauf nehmen, Wind und Wetter trotzen und immer wieder neue Lösungen suchen. Widerstandskraft: Menschen mit Behinderungen zeigen eine besondere Widerstandskraft gegenüber Belastungen, weil sie es gewohnt sind, zunächst Hürden zu nehmen und Entbehrungen zu bewältigen, um schließlich ans Ziel zu kommen. Viele schwerbehinderte Menschen zeichnen sich durch besondere Stressresistenz aus.

Loyalität: Menschen mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen sind Unternehmen und dem Arbeitgeber gegenüber besonders loyal, da sie eine hohe Dankbarkeit für das entgegengebrachte Vertrauen und die Chance empfinden. Durch die Ausübung einer Tätigkeit gelingt vielen Menschen mit chronischen Krankheiten und Behinderungen das selbstbestimmte Leben.

Motivation: Leider sind nicht alle Unternehmen Minderheiten gegenüber aufgeschlossen und verurteilen Menschen mit Behinderungen auf Grund längst überholter Vorurteile. So wird der gesunde Bewerber häufig dem schwerbehinderten Bewerber vorgezogen. Behinderten Menschen haben es verdient eine Chance zu bekommen, denn sie sind besonders motiviert und wollen von ihrer Leistungsfähigkeit überzeugen.

Behinderte Menschen kennen ihre Kraftreserven sehr genau und können einschätzen, ob die Leistungsfähigkeit für die Ausübung eines Berufs genügt.

Interessiert mehr zu erfahren? Nähere Informationen erhalten Sie in unserer Arbeitgeberbroschüre oder in einem persönlichen Gespräch mit uns.

Diskussion um Arbeitsplatz von morgen

Es gibt u.a. 2 große Themen, die VIA-Job mitdiskutieren will: Zum einen das Bewusstsein zu schaffen, dass jeder Mensch jederzeit behindert werden kann und somit Inklusion jeden von uns etwas angeht und zum anderen, dass sich das Bild von Arbeit gerade verändert und Arbeiten 4.0 in aller Munde ist.

In Deutschland kommen weniger als 5% aller Kinder mit einer Behinderung zur Welt. Ca. 95% aller Behinderungen entstehen im Verlauf des späteren Lebens, z.B. durch Erkrankungen oder Unfälle. Eine körperliche, geistige oder seelische Behinderung kann jeden Menschen jederzeit treffen. Behinderungen sind vielfältig und häufig nicht sichtbar. Der Grad der Behinderung wird unabhängig vom Beruf ermittelt und sagt nichts über die Leistungsfähigkeit des Betroffenen bei der Arbeit aus. Wenn die Erkrankung einen Einfluss auf die Ausübung der Tätigkeit hat, kann der Arbeitsplatz durch verschiedene Maßnahmen angepasst werden. Inklusion in Arbeit und somit in die Gesellschaft muss jeden etwas angehen, da es jeden jederzeit betreffen kann. Gerade im Hinblick auf die aktuellen Themen des Demografischen Wandels, Fachkräftemangels, Industrie 4.0, Arbeitsmodelle usw. muss offen über Inklusion in Arbeit diskutiert werden. Es muss diskutiert werden unter welchen Voraussetzungen behinderte Menschen arbeiten können.

Jeder der arbeiten will und kann, wird mehr den je gebraucht. Es darf keine Frage des Geldes sein, ob ein schwerbehinderter Mensch arbeiten kann oder nicht.

Worum geht es genau bei Arbeiten 4.0?

Brauchen wir angesichts der aktuellen technologischen Trends, gesellschaftlichen Entwicklungen und Veränderungen am Arbeitsmarkt ein neues Leitbild von Arbeit? Wie kann es aussehen? Arbeiten 4.0 beschreibt nicht die heutige Normalität in den Betrieben. Vielmehr zeigt Arbeiten 4.0 neue Perspektiven und Gestaltungschancen in der Zukunft auf. Der Titel "Arbeiten 4.0" knüpft damit an die aktuelle Diskussion über die vierte industrielle Revolution (Industrie 4.0) an, rückt aber die Arbeitsformen und Arbeitsverhältnisse ins Zentrum - nicht nur im industriellen Sektor, sondern in der gesamten Arbeitswelt.‘

AUS: http://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Arbeiten-vier-null/arbeiten-vier-null.html, 27.10.2016

Andrea Nahles: „Wir erleben die vierte industrielle Revolution. Unsere Wirtschaft wird digital. Das bringt große Herausforderungen und Chancen: in der Produktion, bei den Technologien, wo die Robotik Einzug hält. Aber nicht weniger auch in der Arbeitswelt. "Arbeiten 4.0" heißt Beschäftigung wandelt sich, Berufe fallen weg und neue entstehen. Und nicht zuletzt stehen wir bei der Organisation unserer sozialen Sicherung vor neuen Aufgaben. Ich will, dass wir Vorreiter sind und diesen Wandel der Arbeitswelt gestalten. Wie wollen wir morgen arbeiten? Wie verbinden wir neue Selbständigkeit und bunte Erwerbsbiographien mit solidarischer Absicherung? Gemeinsam mit den Sozialpartnern gehen wir die Dinge an. Die Arbeit geht uns nicht aus, wir haben die Chance auf mehr bessere Arbeit. Wir können die positiven Kräfte der Veränderung nutzen und mehren. Mein Anspruch ist, dass wir das erfolgreich schaffen.“ Der Dialog soll seinen Abschluss Ende 2016 finden mit einem Weißbuch Arbeiten 4.0, das konkrete Handlungsoptionen aufzeigen wird.

Dabei stehen inhaltlich drei zentrale Fragen im Vordergrund:

1.Inwiefern wird die Technik die Arbeit und den Bedarf an Berufen verändern?

2.Wird in der künftigen Arbeitswelt die Arbeit den Takt für die Zeitgestaltung vorgeben und wie können wir Arbeitszeit besser vereinbar machen mit privater Zeit und Zeiten der Weiterbildung?

3.Wie gestalten wir die Soziale Marktwirtschaft von morgen, wenn bunte Erwerbsbiografien und neue Beschäftigungsformen die Absicherung über klassische Sicherungssysteme schwieriger machen?

AUS: http://www.bmas.de/DE/Presse/P... . 27.10.2016


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