Februar 2018 - Inklusion im Alltag

Inklusion im Alltag

Was bedeutet Inklusion?

„In der Behindertenrechtskonvention geht es nicht mehr um die Integration von ‚Ausgegrenzten‘, sondern darum, von vornherein allen Menschen die uneingeschränkte Teilnahme an allen Aktivitäten möglich zu machen. … Folglich hat sich nicht der Mensch mit Behinderung zur Wahrung seiner Rechte anzupassen, sondern das gesellschaftliche Leben Aller muss von vornherein für alle Menschen (inklusive der Menschen mit Behinderungen) ermöglicht werden.“ AUS: https://www.behindertenrechtskonvention.info/inklusion-3693/   

Raul Krauthausen: #Inklusion ist keine #Charity, sondern ein #Menschenrecht! AUS: https://www.facebook.com/raul.krauthausen/posts/1708922935792578



Was bedeutet für die Teilnehmenden von VIA-Job Inklusion?

„Zugehörigkeit“   

„Die Eingliederung aller Menschen mit ihren individuellen Besonderheiten (‚Behinderte‘, Migranten) in eine Gesellschaft. Vermeidung von Parallelgesellschaften“  

„Gleichbehandlung und Miteinbeziehung von Schwerbehinderten im Alltag“  

„Menschen mit Behinderungen, die selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen“    

„Nicht so viel Rücksicht auf Schwerbehinderte nehmen. ‚Ich hasse die Mitleidstour‘. Möchte gleichgestellt mit Gesunden sein.“         

„Das man als behinderter Mensch mit in den normalen (auch Berufsalltag) so gut wie möglich einbezogen wird.“  

„Einbeziehung Behinderter in die Gesellschaft


Ein persönlicher Erfahrungsbericht:

Auf meinem Heimweg von der Arbeit mit den öffentlichen Verkehrsmittel eine zufällige Begegnung Ferienreisender: ein Großvater mit Blindenstock und seiner Enkeltochter. Es stand die Frage im Raum, wo die Reisenden aussteigen müssen, um an die Sehenswürdigkeit zu kommen. Dank der akustischen Haltestellebekundung konnten sie ungehindert an der richtigen Stelle aussteigen. Doch schon an der Haltestelle zeigte sich, dass nicht immer alles selbstverständlich und durchgängig barrierefrei ist. So fehlten die Rillen an der Haltestellen, die für blinde bzw. sehbeeinträchtige Menschen sehr wichtig zur Orientierung ist, sowie an der Ampel ein akustisches Signal. Die Enkeltochter war noch nie in dieser Stadt, so konnte sie nicht, wie gewohnt ihren Großvater den Weg zeigen. Eine verbale Wegbeschreibung wäre für sie eine Herausforderung gewesen. Kurzentschlossen begleitete ich die Ferienreisenden zur Sehenswürdigkeit. Es hat mich beeindruckt, dass der blinde Großvater selbstverständlich mit seinem Enkelkind natürlich einen schönen Ferientag verbringen wollte, um ihr etwas zu bieten. Das ist gelebte Inklusion. Umso betrüblicher ist es, wenn dann Barrieren das Leben beeinträchtigter Menschen unnötig erschweren. 

Inklusion fängt bei jedem von uns an: selbstverständlich einander auf Augenhöhe begegnen, als Mensch wahrnehmen und helfen bzw. unterstützen, da wo es gewollt bzw. aufgrund von Barrieren notwendig ist; egal ob jemand eine Behinderung hat oder nicht. (S.B.)


Und, was bedeutet in Ihrem Lebensalltag Inklusion? Was tun Sie in Ihrem Umfeld dafür, dass jeder Mensch unbehindert selbstbestimmt sein Leben leben kann?



 

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